Bauanleitung Nieuport

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Beschreibung

Die Nieuport ist für den versierten Modellflieger gedacht, der Freude daran hat, ein vorbildgetreues Modell zu erstellen.  Sämtliche Anlenkungen, Ruderhörner, Scharniere, Gabelköpfe etc. sind im Baukasten enthalten. GFK Teile (Rumpf, Motordeckel, Abdeckung für Flügelmitte) vereinfachen den Bau, ebenso gefräste Teile wie Rippen, Spanten, Beplankung für Schwimmer, Teile für die geschwungenen Formen für Höhen- und Seitenruder. Die Nasenleiste (Ober- und Unterhälfte) ist ebenfalls gefräst, und mit Nuten für die Rippen versehen. Scale Details wie die Strebenverkleidung für die Schwimmerstreben, Kühler, Auspuffrohre und Rahmen für die Windschutzscheibe stammen aus dem 3D Drucker.  Für gerade Leisten sind Balsabrettchen beigefügt, aus denen die Leisten geschnitten werden. Ebenso ist ein Dremel o.ä. erforderlich, um Gewindestangen für die Anlenkung und Stahldraht zu schneiden.

 

Höhen- und Seitenruder:

Die Frästeile für Höhen- und Seitenleitwerk anhand des Plans identifizieren, beide werden direkt auf dem Plan aufgebaut. Nicht nummerierte Teile sind keine Frästeile sondern Balsaleisten, die nach Plan abgelängt werden.

Für die Balsaleisten liegen Brettchen der jeweiligen Stärke bei, aus denen Leisten für Flügel, Höhen- und Seitenruder und die Leisten für die Schwimmer geschnitten werden müssen. Sämtliche gerundete Teile sind Frästeile.

 

 

 

Das Höhenruder wird durch eine 2mm Kohlestange verstärkt. Im Bereich des GFK Verbinders kommen die 4 mm Frästeile zum Einsatz, mit denen der GFK Verbinder aufgedoppelt wird. Den GFK Verbinder der Höhenruderhälften bereits jetzt mit den Löchern für das Ruderhorn versehen. Unterseite des Höhenruders bespannen, Ruderhorn einschrauben, dann Oberseite bespannen, so sind auf der Oberseite keine Schrauben  sichtbar.

 

Flügel: Die Nasenleiste ist gefräst und besteht aus Ober- und Unterhälfte. Nuten für die Rippen und ein Loch in der Mitte für die Befestigung mittels Schraube am Rumpf sind bereits eingefräst. Die Nasenleiste muss zusammengeleimt werden, und wird nach dem Beplanken fertig verschliffen.

 

 

Beide Hälften zusammenleimen, am besten entlang eines langen Winkels um Verzug zu vermeiden. Der Flügel wird ebenfalls direkt über dem Plan aufgebaut: Unterer Holm (5mm Kiefer), Rippen, oberer Holm. Die Holme müssen geschäftet werden, um auf die erfoderliche Länge zu kommen. Die Rippen vorne in die Nuten der Nasenleiste stecken, im Bereich der Endleiste mit der mit den gefrästen Nuten versehenen Leiste unterstützen. Diese Leiste, die nur als Bauhilfe dient und vor Anbringen der unteren Beplankung entfernt wird, muss parallel zur Nasenleiste liegen, und sämtliche Rippen müssen spaltfrei aufliegen. Unbedingt darauf achten, dass die Rippen korrekt in der Nasenleiste stecken – weder auf der Oberseite noch auf der Unterseite der Nasenleiste darf ein Spalt zwischen Rippen und Nasenleiste sein.

Im Bereich der Querruder die Balsaleisten 5×5 mm einkleben, auf die später die Verkastung angebracht wird. Die Endrippe des Querruders ankleben, mit ca. o,5 mm Abstand von der Flügelrippe. Als Abstandshalter eignet sich ein dünnes Stück Plastik, das vom Weißleim, mit dem die Beplankung angebracht wird, nicht verklebt und somit später entfernt werden kann.

 

 

 

 

 

 

Den Holm auf die letzte Rippe herabbiegen und festkleben. Der hier gezeigte Randbogen aus Sperrholz dient nur der Anschauung, der eigentliche Randbogen sind zwei 15mm Balsateile, die nach dem Beplanken angeklebt werden.

Die Sperrholzbrettchen, die als Aufnahme für die Flügelstreben dienen, mit den Einschlagmuttern (M2) versehen und auf der Unterseite des Flügels, zwischen den Rippen 10 und 11 (Mittelrippe ist Nummer 1) direkt an der Vorderseite des Holmes ankleben.  Ebenso das Sperrholzbrett, auf das später das Querruderservo geschraubt wird, zwischen Rippe 6 und 7 einkleben.

 

Den Bereich der Querruderverkastung verschleifen und den Flügel für die Beplankung vorbereiten.

Erst die obere Beplankung aufkleben. Dazu erst die 1,5mm Brettchen entsprechend verleimen bzw. schäften, um die Beplankung als Ganzes aufbringen zu können. Wichtig: Die Beplankung muss exakt 6mm über die Rippenenden überstehen, um auf die korrekte Flügeltiefe von 257 mm zu kommen. Darauf achten, dass sowohl Nasenleiste als auch die Leiste, die die Rippenenden unterstützt, plan aufliegen.

Flügel umdrehen und im Bereich der Querruder, wo später das Ruderhorn sitzt, die Holkeile zur Verstärkung einkleben. Das Loch der Nasenleiste in der Flügelmitte durch die obere Beplankung bohren. Leisten für Querruderverkastung verschleifen. Den 6mm Überstand der oberen Beplankung schräg anschleifen, in Verlängerung der Rippenenden. Untere Beplankung im Endleistenbereich ebenfalls schräg anschleifen, so dass sich gesamt eine Endleistendicke von ca. 1,5mm ergibt, danach untere Beplankung aufkleben.

Flügel verschleifen, und an der Unterseite die Sperrholzzapfen, die der hinteren Befestigung im Rumpf dienen, ankleben. Ihr Abstand muss nach Plan 106mm betragen. Diese Klebung unbedingt mit 5x5mm Kiefer an beiden Seiten verstärken.

Über die letzte Rippe überstehende Holm- bzw. Leistenteile abschneiden und bündig schleifen. Danach Randbogen ankleben, Querruder ausschneiden und verkasten.

 

 

Schwimmer: Ein Überblick über Spanten, Kiel und Sperrholzboxen, welche die Streben aufnehmen. Bei sämtlichen Teilen den Fräserradius wegschleifen um rechte Winkel zu erhalten. Spanten nach Plan identifizieren und auf den Kiel stecken. Die Spanten haben „Flügel“ um sie kopfüber plan aufliegen lassen zu können. Achtung: Es muss ein linker und ein rechter Schwimmer entstehen!

 

 

 

Vordere und hintere Strebenbox zusammenbauen, zwischen die entsprechenden Spanten stecken (das sind jeweils die mit den schrägen Schlitzen).

Achtung: darauf achten, einen linken und einen rechten Schwimmer herzustellen !

 

 

Den Schwimmer kieloben auf eine ebene Unterlage legen. Seitliche Beplankung mit den Nuten über die entsprechenden „Flügelchen“ der Spanten stecken und solange justieren, bis alles – Spanten und seitliche Beplankung – plan aufliegt. Liegt alles plan auf, beginnend von der Mitte Spanten, Kiel und Seitenbeplankung verkleben.

 

 

 

Nun die Balsastücke für den Bug und das Heck einkleben.

 

 

Entlang der Kiels 4×4 Balsaleisten einkleben, entlang der Seitenteile 6x6mm.  Auf der Vorderseite und der Rückseite der Stufe die Dopplungen aufkleben, auf denen dann die Beplankung liegt. Schwimmer umdrehen, und entlang der Seitenteile auf der Oberseite 6x6mm Balsaleisten einkleben.

 

 

Balsaleisten bündig schleifen.

Danach die Beplankung aufbringen. Erst die Unterseite, diese Beplankungsteile sind mit nur minimalem Überstand gefräst. Weiter darauf achten, dass die Oberseite des Schwimmers plan aufliegt, das garantiert einen verzugsfreien Aufbau.

 

 

 

 

 

Anschließend die „Flügelchen“ der Spanten, die als Auflage dienten, wegschneiden. Danach die Teile der oberen Beplankung aufbringen. Dazu das Kohlerohr, das den Schwimmer später mit dem Rumpf verbindet, einsetzen, um die obere Beplankung passgenau anbringen zu können.

 

 

 

Wichtig: Die Länge der Schwimmerstrebe (Kohlerohr) muss vorne 218mm betragen, gemessen von der Beplankungsoberfläche (ohne das Druckteil, dass später angebracht wird), und gemessen an der Vorderseite der Strebe. Die Länge der hinteren Strebe muss 209 mm betragen, gemessen an der Rückseite der Strebe. Schwimmerstreben noch nicht einkleben, verklebt wird erst nach Einmessen und Anpassen an den Rumpf.

 

 

Rumpfausbau:

 

 

Rumpf, Flügelabdeckung und ein extra Deckel, der später den Akkuschacht abdeckt, sind aus GFK. Im Rumpfvorderteil muss der Bereich für diesen Deckel ausgeschnitten werden. Zwar ist an diesem Deckel die Öffnung für den Lufteinlass angeformt, es hat sich allerdings bewährt den Deckel zu kürzen und den Lufteinlass am Rumpf zu belassen.

Zuerst den Motorspant einkleben. Der verwendete Motor muss im Durchmesser kleiner als 45mm sein, um einen eventuellen späteren Ausbau zu ermöglichen. Motor samt Motorspant im Bug plazieren und ausrichten, mit Epoxyharz einkleben. Dann Motor wieder entfernen.

Flügelbefestigung, Akkuhalter und Servohalter sind ein integriertes Bauteil, das wie folgt zusammengesetzt wird: Linkes und rechtes Seitenteil nach Plan identifizieren. In der Mitte unten der Boden des Akkufaches.

 

 

 

Der erste Schritt sieht so aus:

 

 

Weiter gehts mit den Servohaltern links und rechts, dann mit der Oberseite des Akkufachs.

 

 

Als letzter Schritt werden die Brettchen, auf denen die Nasenleiste des Flügels zu liegen kommt, angebracht.

 

 

 

Nun beim Rumpf die angedeuteten Löcher durchbohren, in die später die Streben für die Schwimmer kommen. Löcher mit 4mm bohren. Deckel in der vorderen Rumpfmitte sauber ausschneiden, so dass der extra laminierte Deckel sauber passt. Das soeben gebaute Integralbauteil in den Rumpf passen, der Spant muss vor den vorderen Löchern zu liegen kommen, und die oberen Seitenteile des Akkufaches an der Rumpfrundung anliegen. Auf etwa 5mm Breite die innere GFK Schicht und das Styropor des Rumpfes entfernen, das Integralbauteil muss direkt mit der äusseren Rumpfschale verklebt werden. Rumpf im Cockpitbereich ausschneiden, so dass der Flügel eingepasst werden kann.

 

Flügel einmessen, dazu das laminierte Oberteil heranziehen, um Passgenauigkeit herzustellen. Dieses GFK Teil muss an den Rändern noch zugeschnitten werden. Ein Loch durch das vordere Befestigungsloch des Flügels in die Sperrholbrettchen darunter bohren, dann eine Einschlagmutter M4 einpressen. Die Sperrholzteile, an denen der hintere Teil des Flügels im Rumpf hängt, auf die Sperrholzrippen auffädeln und im Rumpf verkleben.

 

Am Heck des Rumpfes einen Schlitz für das Höhenruder fräsen. Wichtig: Die EWD muss 1,3 Grad betragen.

Höhen- und Seitenruder bespannen und einkleben. Das Seitenruder wird stumpf auf den Rumpf geklebt. Dafür am besten das Seitenruder samt Flosse und Unterteil in einem Stück anpassen, um eine genaue Flucht der Scharnierlinie zu erhalten.

Servos einschrauben und Gestänge ablängen. Als Schubstangen dienen 5mm Kohlerohre, an deren Enden 3mm Gewindestangen mit Epoxy eingeklebt werden.  Für die Querruderservos einen Deckel in die Beplankung schneiden, dort wo das entsprechende Sperrholzbrettchen sitzt. Als Gestänge die 2mm Gewindestangen mit entsprechenden Gabelköpfen verwenden.

 

Die Kohlerohre, an denen die Schwimmer befestigt sind, ablängen. Auf je einer Seite (Rumpfseitig) die 4mm Gewindestangen einkleben. Die Druckteile, die den Übergang Strebe/Schwimmer abdecken, auffädeln. Das auf der Unterseite stärker gekrümmte ist vorne, links und rechts ergibt sich aus der Schräge des Loches.

 

In die Fahnen der Plastikverbinder mittig ein Loch bohren und insgesamt 2 Plastikverbinder pro Strebe auffädeln. Schwimmer an den Rumpf stecken, sie werden später mit den 4mm Muttern dort gehalten. Schwimmer ausrichten, parallel zueinander, Abstand Schwimmermitte zu Schwimmermitte 367mm. Der obere PVC Verbinder muss nach dem Ausrichten mit dem Kohlerohr verklebt werden. Der untere sollte besser frei drehbar bleiben, so können die Stahldrähte, die den Flügel abspannen, nach Zerlegen des Modells zum Schwimmer geschwenkt werden. Je ein Stahldraht geht zum anderen Schwimmer, einer zum Flügel, wo er mittels Kugelkopfgelenken in der Aufnahme am Flügel befestigt wird. Stahldraht entsprechend kürzen und in die Löthülsen kleben. Schwimmerseitig kommen die Gabelköpfe mit Bolzen und Sicherungsring zum Einsaz.

 

 

 

 

Die Löcher für die gedruckten Auspuffrohre in den Rumpf bohren und Auspuffrohre einkeben. In die Kühlluftöffnung an der Rumpfspitze das runde Gitter von innen einkleben.

In den Rahmen der Windschutzscheibe das durchsichtige PVC einkleben, Windschutzscheibe vor das Cockpit kleben.

Die Verkleidungen der Schwimmerstreben und das Anschrauben der Kühler an die Streben komplettieren das Modell.

 

 

 

 

 

 

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